Das Gleichnis vom Berg -Warum die ganze Mühe?

Ich glaube, das sich jeder von uns gelegentlich fragt, warum man sich so anstrengt und bemüht. Immer wieder tagtäglich auf’s Neue.

Ich glaube, diese Zeilen geben eine prima Antwort!

Warum also die Mühe?

Um an Erfahrung zu gewinnen. Um uns an dieser Erfahrung zu erfreuen in dunklen Stunden. Um die Erinnerung zu genießen und uns zu erfreuen, an dem Weg, den wir in unserem Leben erfolgreich zurückgelegt haben.

Im übertragenen Sinne und 1: 1 bei jeder Bergtour

Du kannst nicht ewig auf dem Gipfel bleiben;
irgendwann mußt Du wieder hinuntersteigen.

Warum macht man sich dann überhaupt die Mühe des Aufstiegs?

Weil das, was unten liegt, nicht weiß, was oben ist,
aber was oben ist, kennt das darunterliegende.

Je höher man steigt, desto mehr sieht man.

Wenn man dann wieder hinabsteigt, sieht man zwar nichts mehr, aber wenigstens hat man alles gesehen.

Es ist eine Kunst, sich in den tieferen Regionen
an der Erinnerung dessen zu orientieren,
was man weiter oben gesehen hat.

Wenn man es auch nicht mehr sehen kann,
so weiß man es doch wenigsten noch.

Quelle:

Leider weiß ich nicht, wer der Urheber ist. Ich finde es aber zu schade, um es deswegen nicht wiederzugeben.

Das Bild ist eines meiner Urlaubsfotos aus den Dolomiten

Buchtipp Dan Millman – Werde ein friedvoller Krieger!

Ein toller Autor für alle Sinnsuchenden! Die Bücher von Dan Millman sind aussergewöhnlich, tiefgreifend und wichtig!20180423_105250

Das Gedicht ist aus einem seiner Bücher, wird aber ursprünglich Lao Tse zugeschrieben.

Seine Bücher sind zugleich Lebenshilfe und Unterhaltung. Sie begleiten mich seit nunmehr 25 Jahren. Ich nehme sie immer wieder zur Hand und entdecke neues oder freue mich, weil ich das eine oder andere inzwischen verinnerlicht habe und leben darf.

Die goldenen Regeln des friedvollen Kriegers

Der friedvolle Krieger hat Geduld, zu warten,
bis der Schlamm sich setzt und das Wasser sich klärt.
Regungslos harrt er aus bis zum rechten Augenblick,
in dem sich die richtige Handlung ganz von selbst ergibt.
Er strebt nicht nach Erfüllung, sondern wartet mit offenen Armen und akzeptiert freudigen Herzens alles, was kommt.
Er nutzt alle Situationen, versäumt nichts.
Er ist die Verkörperung des Lichts.

Der friedvolle Krieger besitzt drei große Schätze:
Einfachheit, Geduld und Mitgefühl.
Er ist einfach in seinem Denken und Tun
und kehrt zur Quelle allen Seins zurück.
Er hat Geduld mit Freund und Feind
und lebt mit allem im Einklang.
Er hat auch Mitgefühl mit sich selbst
und schließt seinen Frieden mit der Welt.

Manche mögen diese Lehre Unsinn nennen;
anderen erscheint sie vielleicht zu hochfliegend.
Doch für alle, die in sich hinein geschaut haben,
ergibt dieser Unsinn einen vollkommenen Sinn.
Und für die, die ihn in die Tat umsetzen,
reichen die Wurzeln des Hochfliegenden tief in die Erde hinein.

(Nach einem Gedicht von Lao-Tse)

 

Das Bild ist eines meiner Urlaubsfotos von der Mecklenburger Seenplatte

Zen – Geschichte Glück oder Unglück

Ich habe hier die Kurzform wiedergegeben. Einfach mal „Glück oder Unglück “ Googeln. Beim SWR! gibt’s die lange Fassung.

Und die Moral von der Geschicht?

Einfach mal das große Ganze sehen und nicht immer mit Momentaufnahmen zanken.

Viel Spaß beim Lesen und selber interpretieren:

 China aug 2011 863Im alten China lebte ein alter Bauer der Pferde züchtete. Er hatte einen Sohn der ihm, bei der Arbeit half. Eines Morgens lief sein liebster Hengst davon. Alle jammerten, welch ein Unglück!

Aber der Bauer sagte nur   ,,Wer weiß, ist es Glück oder Unglück?”

Einige Tage später kam der Hengst wieder zurück begleitet von einigen wilden Pferden. Alle freuten sich und sagten welch ein Glück.

Der Bauer antwortete nur  ,,Wer weiß, ist es Glück oder Unglück?”China aug 2011 866 (2)

Am nächsten Tag wurde der Sohn beim Versuch eines der Wildpferde ein zureiten, abgeworfen und brach sich ein Bein. Wieder jammerten alle ,,Welch ein Unglück!

Der Bauer sagte aber wieder, “Wer weiß, ist es Glück oder Unglück?”

Kurz darauf kamen die Soldaten des Kaisers um junge Männer zu rekrutieren. Da der Sohn des Bauern das Bein gebrochen hatte konnten ihn die Soldaten nicht gebrauchen und zogen weiter.

Der Bauer sagte nur  ,,Wer weiß, ist es Glück oder Unglück? Man weiß es nie.

Wer das Leben annimmt, so wie es kommt, der hat es leichter und bleibt gelassen, auch bei scheinbar schweren Ereignissen.

china-aug-2011-865.jpgQuelle: Eine alte Parabel aus China

Die Fotos entstanden in China und sind Urlaubsbilder von mir. Die chinesische Bevölkerung ist unglaublich freundlich und wenn man fragt, gerne zu Fotos bereit!

Ich habe selten so viele schöne Gesichter gesehen.